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Younger Leader Gathering 2016 in Indonesien

 

 

Über 1.000 junge Leiter aus mehr als 140 Ländern trafen sich vom 3. – 10. August 2016 zu einer globalen Missionskonferenz in Jakarta/Indonesien. Auch 22 Younger Leaders und Mentoren aus Deutschland waren mit dabei.

 

 

Die Vision von YLG2016 ist von den gleichen Überzeugungen geprägt, mit denen Billy Graham die Lausanner Bewegung gegründet hat: Leiter in der weltweiten Mission, die oft isoliert voneinander arbeiten, dabei zu unterstützen, sich zu begegnen und zusammenzuarbeiten.

 

Nachdem Tausende Nominierungen eingegangen waren, wurden die Teilnehmer von YLG2016 in einem breiten, regionalen und vom Gebet begleiteten Verfahren ausgewählt. Etwa Dreiviertel der Teilnehmer kamen aus der Zwei-Drittel-Welt. Etwa ein Drittel waren Frauen.

 

Michael Oh, Vorstandsvorsitzender von Lausanne International sagt: „Ich habe niemals vorher erlebt, dass das Anliegen der Lausanner Bewegung – die Vernetzung von Leitern und von Ideen für die weltweite Mission – so kraftvoll zum Ausdruck gebracht wurde – wie in dieser erstaunlichen Woche.”

 

Die Vernetzung erfolgte auf vielfältigen Wegen, zum Beispiel in den zahlreichen Mentorengruppen, in denen die Teilnehmer ihre persönliche Lebensgeschichte mit Gottes großartiger Geschichte seiner Welt verbanden. Zusätzlich zu Regionaltreffen und 35 Workshops, die sich auf eine Vielzahl der bedeutendsten missiologischen Themen in der Kapstadt-Verpflichtung konzentrierten, gab es im Laufe des sorgfältig ausgearbeiteten Programms auch Hunderte von vorab geplanten Einzeltreffen zwischen älteren und jüngeren Leitern. Um den hohen Stellenwert der Vernetzung hervorzuheben, legte das Planungsteam für diese Woche auch großen Wert auf freie Zeit, um dadurch zahlreiche segensreiche Einzelgespräche zu ermöglichen.

 

Die Entwicklung von Kontakten begann aber schon lange vor der eigentlichen Konferenz. In der vielleicht bisher ehrgeizigsten Anstrengung in der Geschichte der Lausanner Bewegung, Teilnehmer für eine Konferenz bestmöglich vorzubereiten, wurden diese gebeten, sich während eines ganzen Jahres zu regelmäßigen monatlichen Vorbereitungsarbeiten zu verpflichten. Dies beinhaltete ein substantielles Nachdenken über die biblische Geschichte als Basis für die Konferenz und auch die Aufnahme von persönlichen und nationalen/regionalen Kontakten, lange bevor die Teilnehmer in Jakarta ankamen.

 

In einer Umfrage unter den Teilnehmern gaben neun von zehn Personen an, dass sie schon vor ihrer Ankunft in Jakarta Kontakte und Freundschaften mit anderen YLG2016 Teilnehmern geknüpft hatten. Diese Vernetzung wurde erheblich vereinfacht durch die Internetplattform „Connector“, die im Jahr zuvor gestartet wurde, um Kontakte zwischen den Teilnehmern und die Verteilung von Vorbereitungsmaterialien zu fördern. Eine App-Version von „Connector“ für Mobiltelefone wurde angeboten und von der Mehrheit der Teilnehmer über die Erwartungen hinaus stark genutzt.  

 

Die morgendlichen Plenartagungen gaben Raum für Bibelarbeiten mit Auslegungen von Anne Zaki, Richard Chin und René Breuel. Die abendlichen Veranstaltungen standen unter dem Thema „Weisheit für die weltweite Evangelisation“ mit Rednern, die alle Regionen der Welt repräsentierten, unter anderem Os Guinness, Ravi Zacharias, Becky Pippert, Marina Silva, David Platt und weitere.

 

Das Motto von YLG2016 lautete „Vereint in der Großen Geschichte”. Im Mittelpunkt stand die biblische Geschichte von Gottes Plan durch die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch. Wir hörten ganz neu den Ruf, kreativ zu sein, Buße zu tun, zu segnen, zu lieben, sich zu versöhnen und anzubeten. „Durch das Mitteilen unserer eigenen Geschichten im Kontext dieser großen kulturellen Vielfalt wurden wir dazu inspiriert, erneut darüber nachzudenken, wie es aussieht, die Welt nach Gottes Maßstab zu verbessern - sich von Götzendienst abzuwenden, auf den Ruf zur Versöhnung zu hören, Frieden zu fördern und Dienst zur Ehre Gottes zu tun,” sagt David Benson, der Leiter des Programmausschusses der Konferenz.

 

Während der Konferenz wurden die großen Herausforderungen dieser Generation behandelt: Wie verkündigen wir Christus in einer skeptisch denkenden Welt? Was bedeutet es, das ganze Evangelium und die Macht Christi über Armut und Umwelt zu verkündigen? Wie reagieren wir auf unterschiedliche Konzepte von Sexualität, auf die Verfolgung von Christen und die größten Herausforderungen der Evangelisation in den nächsten Jahrzehnten?

 

Zwischen den Plenarsitzungen gab es viel Raum für Gebete und Gespräche über die Strategie für die weltweite Mission. Über 50 themenbezogene Treffen wurden von den Teilnehmern spontan organisiert. Das Programm beinhaltete auch eine Reihe von Unterrichtseinheiten, um Teilnehmer in einen kreativen Brainstorming Prozess mit hineinzunehmen und  greifbare Möglichkeiten für Partnerschaften im Rahmen neuer Missionsinitiativen auszuarbeiten. Am Ende der Konferenz wurden über 59 Vorschläge für mögliche missionarische Partnerschaftsprojekte unterbreitet, von denen einige mit finanziellen Starthilfen über Zuschüsse für neue Projekte ausgezeichnet werden sollen.

 

Die Anwesenheit einer chinesischen Delegation bei der Konferenz war eine besondere Freude, nachdem beim 3. Lausanner Kongress für Weltevangelisation in Kapstadt 2010 keine chinesischen Teilnehmer mit dabei sein konnten. Die chinesischen Teilnehmer führten intensive strategische Gespräche mit Delegierten aus vielen anderen Regionen  und versuchten zu definieren, wie sie Partnerschaften bestmöglich für die weltweite Mission nutzen können. Ihre Vision „China2030“ hat zum Ziel, bis zum Jahr 2030 20.000 Missionare von China nach Übersee auszusenden. Ihr Treffen mit afrikanischen Teilnehmern war besonders fruchtbar, denn über 1 Million Chinesen leben in Afrika und stellen eine größtenteils unerreichte Volksgruppe für die afrikanische Kirche dar. Ein weiterer starker Anknüpfungspunkt, zu dem viele durch den Heiligen Geist geführt wurden, war Nordkorea (DPRK).

 

Sarah Breuel, Vorsitzende des YLG2016 Planungsteams, sagt: „Diese Konferenz wurde von jungen Leitern für junge Leiter organisiert, von denen die meisten vermutlich einmal die führenden Stimmen der weltweiten Evangelisation sein werden. Aber wir sind uns bewusst, dass wir als Generation nicht selbstgenügsam sein dürfen. Ich glaube ganz fest daran, dass diese Woche ein einschneidender Moment war, in dem unsere Generation ganz bewusst das reiche Erbe der Lausanner Bewegung angenommen hat und aus einer globalen Perspektive auf Gottes Mission blickt.“

 

Michael Oh fasst die Erfahrung dieser Konferenz so zusammen: „Ich glaube, dass wir in späteren Jahren auf diese Woche zurückblicken können als ein historisches Treffen, bei dem viele Leiter der weltweiten Kirche zum ersten Mal in Kontakt miteinander gekommen sind und auf einzigartige Art und Weise dazu inspiriert wurden, ihr Leben der Zusammenarbeit in der weltweiten Mission zu widmen. Unsere Herzen sind voller Dankbarkeit. Gott sei die Ehre!”

 

 

 

Weitere Informationen und Links:

 

Video mit einer Zusammenfassung von YLG2016

 

Link zu weiteren Informationen von YLG2016 in Englisch

 

 

 

© Lausanne International / Younger Leaders Gathering